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Trauer ist eine ganz persönliche Reise – ein Weg, der uns tief ins Innere führt und dabei oft von Schmerz, Verzweiflung, aber auch von Liebe und Erinnerung geprägt ist. Jeder Mensch erlebt Trauer anders, und es gibt viele Wege, mit diesem Verlust umzugehen. Manchmal ist es ein stilles Sich-Finden in der eigenen Seele, manchmal das geteilte Weinen mit vertrauten Menschen. Doch immer braucht es Nähe, Verständnis und mitfühlende Begleitung, um den schweren Weg der Trauer nicht allein gehen zu müssen.
Im Hospiz schaffen wir einen geschützten Raum, in dem Trauernde sich öffnen dürfen – ohne Zeitdruck, ohne Erwartungen. Ob in persönlichen Einzelgesprächen oder in der behutsam geführten Selbsthilfegruppe – hier finden Menschen eine sichere Atmosphäre, in der sie ihren ganz eigenen Schmerz zulassen und teilen können. Dieses behutsame Teilen erleichtert das Loslassen und öffnet den Weg zu Trost und innerer Heilung.
Menschen aus den verschiedensten Kulturen tragen unterschiedliche Geschichten und Rituale in sich, die ihnen helfen, die unausweichliche Endlichkeit des Lebens zu begreifen und zu akzeptieren. Auch wenn die Ausdrucksformen verschieden sind, so eint uns doch eine tiefe Sehnsucht: die Hoffnung auf ein „Leben darüber hinaus“ oder auf eine friedvolle Fortexistenz in einer anderen Form. Diese universelle Hoffnung schenkt vielen Menschen Halt, wenn das Irdische endet.
Für uns im Hospiz steht das Sterben nicht allein als Ende – sondern als ein wertvoller, würdevoller Teil des Lebens. Dabei achten wir jeden Menschen in seiner einzigartigen Persönlichkeit und seiner Geschichte. Wir wissen, dass das Abschiednehmen nicht nur den Sterbenden betrifft, sondern auch die Menschen, die ihn lieben und zurücklassen. Die Begleitung in dieser Phase ist eine ganzheitliche Aufgabe, die Körper, Geist und Seele umfasst – und ebenso das Herz der Zurückbleibenden.
Angehörigen beistehen Mit Wärme und Verständnis
Der Verlust eines geliebten Menschen reißt eine Lücke, die nicht einfach verschwindet. Die Trauer ist oft überwältigend und verlangt Raum, Zeit und Begleitung. Deshalb ist es für uns eine Herzensangelegenheit, auch nach dem Tod eines Menschen für die Angehörigen da zu sein.
Im Hospiz Ipek bieten wir Trauernden liebevolle Unterstützung – individuell und in Gemeinschaft. Unsere speziell geschulte Trauerbegleiterin begleitet behutsam auf dem Weg durch den Schmerz, hilft, Gefühle zu ordnen und schenkt Mut, sich dem eigenen Trauerprozess zu stellen. In der Selbsthilfegruppe begegnen sich Trauernde mit ihren Geschichten und finden Halt im Austausch und der gemeinsamen Erfahrung.
Doch auch die Stille hat ihren Platz: Wir schaffen Rückzugsräume, in denen Erinnerungen lebendig werden dürfen und wo Trost in der Ruhe gefunden werden kann. In diesen Momenten des Innehaltens und Gedenkens verbinden sich Nähe, Mitgefühl und Hoffnung – und geben Kraft für den neuen Weg nach dem Abschied.